Hawaii

Fläche:
28.311 (davon 16.625 Landfläche) km²
Einwohnerzahl:
1.360.301 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte:
41,9 pro km²
Hauptstadt:
Honolulu
Geographie:

Hawaii liegt 3.682 km vom amerikanischen Festland (Flumeville, Kalifornien) entfernt. Insgesamt gehören 137 Inseln und Atolle mit einer Gesamtfläche von 16.625 km² zu Hawaii, die meisten davon sind jedoch nicht oder nicht mehr bewohnt.

Die acht größten Inseln sind (von West nach Ost): Niihau, Kauai, Oahu, Molokai, Lanai, Kahoolawe, Maui und Hawaii (Big Island).

Geografisch wird Hawaii nicht dem amerikanischen Kontinent, sondern als Teil Polynesiens der den Kontinenten gleichgestellten Inselwelt Australiens bzw. Ozeaniens zugeordnet.

Die größten Inseln werden fünf Countys zugeordnet: Hawai?i (Big Island) und O?ahu stellen jeweils einen eigenen County dar; Kaua?i und Ni?ihau bilden gemeinsam einen County; ebenso zusammengefasst werden Maui, Moloka?i, L?na?i und Kaho?olawe. Eine Besonderheit ist der Kalawao County, der sich auf die Kalaupapa-Halbinsel auf Molokai beschränkt. Gemessen an der Bevölkerung zählt dieser zu den kleinsten Countys der Vereinigten Staaten. Das Midway-Atoll (hawaiisch: Pihemanu) im nördlichen Hawaiirücken ist das einzige Gebiet, welches zwar geographisch zu Hawaii gehört, jedoch nicht dem Bundesstaat Hawaii untergeordnet ist.

Staatsform:

Die Einwanderung von Asiaten und US-Amerikanern hatte die Hawaiier zur Minderheit im eigenen Land gemacht. Der sprachliche und kulturelle Identitätsverlust begünstigte die Verbreitung des westlichen Lebensstils. Dies zeigte das Ergebnis eines Volksentscheids, in dem die Mehrheit für einen Beitritt zu den USA stimmte. Am 21. August 1959 wurde Hawaii zum 50. Bundesstaat und William F. Quinn zum ersten hawaiischen Gouverneur erklärt.

Die USA verabschiedeten 1993 die Apology Resolution (formell United States Public Law 103–150), mit der sie den Putsch gegen die Monarchie von 1893 für unrechtmäßig erklärten und dafür um Entschuldigung baten. Das Gesetz, das am 23. November 1993 von beiden Häusern des Kongresses verabschiedet und am gleichen Tag von Präsident Bill Clinton unterzeichnet wurde, beendete jedoch nicht die Annexion. Daher fordert die polynesische Urbevölkerung heute wieder mehr Unabhängigkeit, Rechte und Land für die Hawaiier sowie eine Sezession von den Vereinigten Staaten. Derzeit leben lediglich noch 120.000 Nachkommen (meist Mischlinge) der zu Zeiten Cooks 300.000 Ureinwohner auf den Inseln.

Die Unabhängigkeitsbewegung und Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen abzubauen, sind ein Schwerpunkt des Matsunaga Institute for Peace, das auf einen gewaltfreien Ausgleich der Konflikte hinarbeitet. Nach Ansicht von David Keanu Sai, Professor für Politikwissenschaft an der University of Hawai?i at M?noa, ist Hawaii nie Teil der USA geworden, sondern lediglich militärisch besetzt worden. Die Anerkennung dieses Umstands müsse jeder Unabhängigkeitsbestrebung vorausgehen.

Sprache:

Amtssprache ist Englisch; Hawaiisch wird wenig gesprochen.

Religion:

Die traditionelle hawaiische Religion stimmt in so vielen Bereichen mit der anderer polynesischer Völker überein, dass man sicher davon ausgehen kann, dass ihre wesentlichen Elemente bei der Besiedelung Hawai?is von Zentralpolynesien aus bereits ausgebildet waren. Danach ist kein Einfluss von außerhalb Polynesiens nachweisbar.

Da Hawai?i keine eigene Schrift ausgebildet hatte, ist man beim Studium der Religion auf mündliche Überlieferungen angewiesen, die teilweise in den Jahrzehnten nach der Entdeckung durch Europäer und Amerikaner aufgezeichnet wurden. Des Weiteren ist man auf die Berichte von Europäern angewiesen, die entweder Hawai?i besuchten oder dort ansässig wurden. Es gab keine systematische Erforschung der hawaiischen Religion zu einer Zeit, als sie noch intakt war.

Bereits wenige Jahre nach den ersten Kontakten waren viele Tabus durch den Kontakt mit den Europäern erschüttert, obwohl die Europäer sich den Tabus meist beugen mussten. Nach dem Tode Kamehamehas I. im Jahre 1819 wurde das wichtige Tabu, dass Frauen und Männer nicht gemeinsam essen dürfen, abgeschafft. Oft wird behauptet, dass damals alle Tabus abgeschafft worden seien, was nachweislich nicht der Fall war. Noch Jahre später sind neue Tabus erlassen worden. Mit der Abschaffung dieses zentralen Tabus war die traditionelle hawaiische Religion entscheidend geschwächt. Bereits 1820 kamen christliche Missionare ins Land, die die Unterstützung eines Teils der Adelsklasse hatten. In den nächsten Jahren traten die meisten Hawaiier zum Christentum über und es wurden Verbote der alten Religion erlassen.

Ortszeit:

UTC?10

Netzspannung:

keine Angabe

Telefon:

keine Angabe

Landesvorwahl:
1808
Mobiltelefon:

keine Angabe

Internet:

keine Angabe

Postweg:

keine Angabe

Fazit:

keine Angabe